Brustzentrum
Therapie aus einer Hand
Erste und zentrale Anlaufstelle für Frauen mit Brustkrebs ist in der Hedwigsklinik die Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universität Regensburg unter Leitung von Direktorin Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel.
Dr. Andrea Hofstädter, die leitende Oberärztin des Brustzentrums, ist für die Koordination und Durchführung der Diagnostik, der Therapie sowie die operative Behandlung verantwortlich. Heute können mehr als dreiviertel der Patientinnen brusterhaltend operiert werden. Bei den wenigen Patientinnen, bei denen eine Brust aus medizinischen Gründen ganz entfernt werden muss, kann die Brust sofort oder später wieder aufgebaut werden. Das geschieht in Kooperation mit der krankenhauseigenen Klinik für Plastische Chirurgie von Chefarzt Privatdozent Dr. Marcus Spies. Im Rahmen der Operation müssen heute auch nicht mehr alle Lymphknoten aus der Achselhöhle entfernt werden. In vielen Fällen reicht es nur den sogenannten Wächterlymphknoten zu entfernen.
Psychologische Betreuung
Die Diagnose Brustkrebs und die damit verbundenen Ängsten haben erhebliche Auswirkungen auf die seelische Gesundheit der betroffenen Frauen. Die notwendige Therapie beeinträchtigt oftmals zusätzlich das körperliche Wohlbefinden. Neben der konventionellen Heilbehandlung sind daher ergänzende Maßnahmen von wesentlicher Bedeutung. Zum Beispiel durch ein Team aus entsprechenden Fachleuten, welche alle diese Aspekte gemeinsam behandeln. Bereits während des ersten stationären Aufenthalts nimmt eine speziell für Tumorpatienten ausgebildete Psychologin Kontakt mit den betroffenen Frauen auf. Je nach Wunsch begleitet sie diese stationär und ambulant durch die gesamte Therapie und auch danach in einer eigenen Sprechstunde.
Individueller Therapieplan
Im Anschluss an die Operation sind gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie oder eine Strahlentherapie notwendig. Manchmal auch beides. Welche Behandlung für die jeweilige Patientin am besten geeignet ist, wird jede Woche in einer interdisziplinären Konferenz aus Experten der verschiedenen Fachdisziplinen eingehend beraten.
Der individuellee Therapievorschlag wird dann ausführlich mit den Patientinnen besprochen. Eine notwendige Bestrahlung wird in der Regel an der Klinik für Strahlentherapie unter Leitung von Chefarzt Dr. Michael Allgäuer und eine Chemotherapie in der Klinik für Onkologie und Hämatologie bei Chefarzt Prof. Dr. Ernst-Dietrich Kreuser oder durch niedergelassene Onkologen durchgeführt. Wenn es die Patientin möchte, kann ihre Behandlung auch innerhalb von überregionalen wissenschaftlichen Studien erfolgen.
Ständiger Ansprechpartner
Im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung liegt es dem Brustzentrum sehr am Herzen, dass die Frauenklinik St. Hedwig den Kontakt zu ihren Patientinnen auch dann noch weiter pflegt, wenn sie nicht mehr stationär im Krankenhaus bleiben müssen. Die Ärzte und Ärztinnen verstehen sich als Ansprechpartner während der gesamten Therapie und arbeiten später eng mit den weiterbehandelnden niedergelassenen Ärzten zusammen.
Brustzentrum Regensburg im Tumorzentrum Regensburg e.V.
Brustkrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankungen bei Frauen, annähernd jede 8. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.
Verschiedenste stationäre und ambulante Leistungsanbieter, entstanden aus der Projektgruppe "Mammakarzinom" im Tumorzentrum Regensburg e.V., haben im September 2003 das Brustzentrum Regensburg (BZR) gegründet

