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Leistungsspektrum

In der neurologischen Klinik werden jährlich über 3300 Patienten mit Krankheitsbildern aus dem gesamten Gebiet der Neurologie stationär behandelt. Alle modernen diagnostischen Verfahren der Elektrophysiologie und Ultraschalldiagnostik stehen zur Verfügung. Darüberhinaus wird  in enger Kooperation mit Spezialisten der Neuroradiologie in der radiologischen Abteilung die  bildgebende Diagnostik (Kernspintomographie, Computertomographie einschließlich CT-Angiographie , Digitale Subtraktionsangiographie) sowie interventionelle neuroradiologische Therapie neurologischer Erkrankungen durchgeführt. 
 
Die neurologische Klinik besitzt besondere fachliche Schwerpunkte, die jeweils durch mindestens einen spezialisierten Ansprechpartner repräsentiert werden.

Die Erstdiagnose nach einem epileptischen Anfall bei bislang gesunden Menschen, noch mehr aber die  häufig schwierige medikamentöse Behandlung langjähriger Epilepsieerkrankungen  erfordern spezielle Erfahrung mit dem differenzierten Einsatz der zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden. Um dem schon seit vielen Jahren hohen Anteil an Patienten mit Epilepsie in unserem Krankenhaus noch besser gerecht zu werden, wird die Diagnostik und Therapie der Epilepsien auch weiterhin einen besonderen Schwerpunkt an unserer Klinik ausmachen.
(Ansprechpartner: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. H. Pels)

Traditionell spielt  die Diagnostik und Therapie von akuten vaskulären Erkrankungen des Nervensystems  (z.B. Schlaganfall) eine bedeutende Rolle in unserer Klinik. 
Der zuständige Arzt wird zumeist schon vor der Einlieferung des Patienten durch den Hausarzt oder Notarzt informiert. Bereits in der Notaufnahme werden die dringlichen Untersuchungen durchgeführt. Dabei stehen Computertomographie und Ultraschalldiagnostik rund um die Uhr sofort zur Verfügung. In unklaren Situationen wird die Kernspintomographie zu jeder Tageszeit mit einbezogen.
Für die Behandlung akuter Schlaganfälle steht eine zertifizierte überregionale Stroke-Unit zur Verfügung. Hier wird auch die intravenöse Lysebehandlung frischer Schlaganfälle gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie angewendet. In besonderen Fällen kann auch eine intraarterielle lokale Lysebehandlung in Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie durchgeführt werden.
(Ansprechpartner: Oberarzt Dr. W. Kriegel)

Die neurologische Klinik besitzt langjährige Erfahrungen in der Diagnostik und Therapie von Bewegungsstörungen, insbesondere bei Basalganglienerkrankungen. Patienten mit M.Parkinson können oft nach Jahren befriedigender medikamentöser Behandlung zunehmende Wirkungsschwankungen (Fluktuationen) entwickeln, die nur durch komplizierte Behandlungsschemata beherrschbar sind.  In unserer Klinik gibt es seit Jahren darüber hinaus Erfahrungen im Einsatz von Apomorphin als Dauerinfusion mittels Medikamentenpumpe oder als Peninjektion bei Bedarf.
(Ansprechpartner: Oberarzt Dr. C. Isenberg)


Für  dystone Störungen hat sich die Botulinumtoxinbehandlung seit über 20 Jahren als nebenwirkungsarme und gut wirksame Therapie etabliert. Diese Behandlung wird im Rahmen einer kassenärztlichen Ermächtigungsambulanz angeboten.
(Ansprechpartner: Oberarzt Dr. W. Kriegel)

Nervenverletzungen sind eine häufige Folge von Unfällen, können aber auch bei Tumorerkrankungen oder nach operativen Eingriffen auftreten. Die Diagnostik von Erkrankungen des peripheren Nervensystems umfasst darüber hinaus die Abgrenzung entzündlicher Erkrankungen (z.B. Guillain-Barré Syndrom, immunvermittelte Neuropathien), die einer speziellen Therapie zugeführt werden müssen. Immunmodulierende Therapien mit Immunglobulinen oder Plasmaaustausch und immunsuppressive Therapien mit Chemotherapeutika sind gut etablierte Behandlungen in unserer Klinik.
(Ansprechpartnerin: Oberärztin Dr. C. Großmann)

Die moderne Behandlung von Hirntumoren erfordert regelmäßig die Kooperation mehrerer klinischer Disziplinen und kann daher nur in entsprechenden Zentren angemessen erfolgen.
Die neurologische Klinik besitzt umfangreiche klinische Erfahrung in der Diagnostik und Therapie dieser schwierig zu behandelnden Tumoren. Durch die Kooperation mit Neurochirurgie, Strahlentherapie, Radiologie und Onkologie ist eine optimale Behandlung dieser Patienten möglich.
 (Ansprechpartner: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. H. Pels)

Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems verlaufen nicht selten chronisch und können zu fortschreitender Behinderung des Patienten führen. Für die Multiple Sklerose existieren heute Behandlungsmöglichkeiten, die in den meisten Fällen eine Progression deutlich hemmen und damit für den Patienten eine auf lange Sicht günstigere Prognose erreichen. Die neurologische Klinik verfügt über umfangreiche Erfahrung im Einsatz aller immunmodulierenden oder immunsuppressiven Behandlungsverfahren.(Ansprechpartnerin: Oberärztin Dr. K. Balzer)


Infektionskrankheiten des Nervensystems können sowohl als akut lebensbedrohliche Meningitis oder Enzephalitis verlaufen, wie auch als schleichende Erkrankungen, die nicht selten erst diagnostiziert werden, wenn der Patient bereits schwere gesundheitliche Schäden erlitten hat. Bedingt durch die Lage Regensburgs im Endemiegebiet für FSME sowie die Nähe großer Waldgebiete ist die Diagnostik und Therapie von durch Zecken hervorgerufenen Erkrankungen, insbesondere auch der verschiedenen Verlaufsformen der Lyme Borreliose  traditionell in unserer Klinik von großer Bedeutung.
(Ansprechpartner: Oberarzt Dr. C. Isenberg)

 

FSME-Risikogebiete in Deutschland (www.zecken.de)