Darmsprechstunde
Wurde bei Ihnen erstmals ein Darmkrebs festgestellt, wird Ihr Hausarzt mit dem Darmzentrum Barmherzige Brüder Regensburg Kontakt aufnehmen und eine Vorstellung in der Darmsprechstunde vereinbaren. Die Darmsprechstunde ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der ambulanten und stationären Versorgung. Sie findet täglich in der chirurgischen Ambulanz der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie statt:
Montag 09:00 bis 12:00 Uhr
Dienstag 09:00 bis 12:00 Uhr
Mittwoch 09:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag 13:00 bis 16:00 Uhr
Freitag 09:00 bis 12:00 Uhr
Die Terminvergabe erfolgt über das Telefon des Darmzentrums:
Tel. 0941 / 369-2240
Fax 0941 / 369-2210
Bitte bringen Sie zur Darmsprechstunde alle relevanten Unterlagen mit - zum Beispiel den Endoskopiebefund, den Befund der feingeweblichen Untersuchung der Darmproben sowie die Ultraschallbefunde und – sofern verfügbar – die Computertomographie-Bilder. Sollten bei Ihnen relevante Begleiterkrankungen wie beispielsweise Diabetes und Lungenerkrankung, sowie Risikofaktoren wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder Voroperationen wie zum Beispiel frühere Bauchoperationen vorliegen, sollte Ihr Hausarzt Ihnen hierzu alle verfügbaren Unterlagen mitgeben. Auch sollten Sie uns mitteilen, welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen - insbesondere Medikamente zur Blutverdünnung oder Diabetes-Behandlung.
In der Darmsprechstunde werden Sie einem Facharzt vorgestellt. Dieser sichtet die vorliegenden Befunde. Jederzeit kann er auch einen Oberarzt oder den Chefarzt hinzuziehen. Sollten Spezialuntersuchungen erforderlich sein, können diese selbstverständlich von uns veranlasst oder noch am selben Tag durchgeführt werden. Falls Sie an einem Enddarmkrebs erkrankt sind, werden wir im Rahmen der Darmsprechstunde auch das Tumorstadium durch eine Ultraschall-Untersuchung über den Enddarm bestimmen.
Für die ambulante Vorstellung in der Darmsprechstunde ist es zunächst unerheblich, ob Tochtergeschwülste vorliegen, zunächst erstmal operiert wird, eine Vorbehandlung mit einer Chemotherapie oder Bestrahlung erfolgen soll oder die Tumorerkrankung nach einer früheren Operation wieder aufgetreten ist.
Jederzeit kann auch ein Oberarzt der Gastroenterologie für spezielle Fragestellungen hinzugezogen werden. Beispielsweise wenn ein Krebs in einem ganz frühen Stadium endoskopisch abgetragen werden könnte, wenn Hinweise auf einen vererbten Darmkrebs vorliegen oder von internistischer Seite eine Risikoeinschätzung vor Beginn der Tumortherapie erforderlich ist. Gerne sind wir bereit, mit Ihrer Zustimmung auch Ihre Angehörigen in diese Gespräche mit einzubinden.
Ihr Sprechstundenarzt wird nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft Ihre Befunde in der Tumorkonferenz vorstellen. Abschließend werden Ihnen und Ihrem Hausarzt in einem Arztbrief die neu erhobenen Befunde, das geplante Therapiekonzept als Empfehlung des Darmzentrums und die vereinbarten Termine mitgeteilt.
Sie können sich auch jederzeit in unserer Darmsprechstunde vorstellen, um bei uns eine Zweitmeinung zu Ihrer Tumorsituation einzuholen, selbst wenn Sie sich bereits an einer anderen Klinik in Behandlung befinden. Sie erhalten in jedem Fall von uns einen schriftlich verfassten Behandlungsvorschlag, den Sie mit Ihrem zuständigen Arzt abstimmen können.