Behandlungsspektrum
Anästhesie bei Neu-/Frühgeborenen
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Leistenbruchoperationen bei Frühgeborenen werden auch in örtlichen Betäubungsverfahren (Spinalanästhesie) durchgeführt zur Vermeidung von Atemstörungen.
- Neugeborenenmissbildungen werden unter standardisierten Narkoseverfahren durchgeführt.
- Die Anästhesieabteilung legt zentralvenöse Zugänge bis zu einem Geburtsgewicht von ca. 1000 g.
- Anästhesien bei Hydrocephalus-Operationen werden auch bei Früh- und Neugeborenen ausgeführt.
Kinderanästhesie
An der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder werden jährlich ca. 3500 Kindernarkosen erbracht. Bis zu 40 % der Narkosen bei Kindern werden in Kombination mit örtlichen Betäubungsverfahren durchgeführt, um postoperativ eine möglichst lang anhaltende, schonende und ausreichende Schmerztherapie zu haben.
Diese örtlichen Betäubungsverfahren werden während der Narkose angelegt, um die Patienten nicht zu beeinträchtigen.
Anästhesie und Schmerztherapie
- bei kindlichem Trauma
- bei Verbrühungen/Verbrennungen
- in der Kinderonkologie und bei großen Tumoroperationen
Anästhesie bei
- Endoskopien/Bronchoskopien (Fremdkörperaspiration, diagnostische Maßnahmen)
- Schwerbehinderten, z. B. bei Botulismustoxininjektion
Gynäkologisch/geburtshilfliche Anästhesie
Zur Bekämpfung des Wehenschmerzes werden an der Klinik St. Hedwig verschiedene Verfahren durchgeführt:
- Bei der Periduralanästhesie wird ein Medikament zur örtlichen Betäubung in den Periduralraum eingespritzt. Dies führt zur Ausschaltung der schmerzleitenden Nerven, die zum Rückenmark ziehen. Dadurch wird eine deutliche Reduktion von Wehenschmerzen erreicht. Über eine comuputergesteuerte Pumpe kann die Schwangere das Schmerzmittel selbst dosieren. Außerdem begünstigt die Entspannung der Mutter den Geburtsverlauf. Jährlich werden bei knapp 2000 Geburten ca. 500 Periduralanästhesien in der Geburtshilfe erbracht.
- Anästhesie bei laparoskopischen Eingriffen
- Anästhesie bei Inkontinenzoperationen
- Anästhesie und Schmerztherapie bei grossen gynäkologischen Tumoren
Risikoschwangerschafts- und Kaiserschnittentbindung
Die Hochrisikoschwangerschaften werden in Zusammenarbeit mit dem Geburtshelfer gemeinsam betreut. Bereits im Vorfeld werden über eine Risikosprechstunde besondere Risikogruppen erfasst und Gespräche zu den geplanten Verfahren geführt.
Kaiserschnittentbindungen:
Geplante Kaiserschnittentbindungen werden nach Möglichkeit in örtlicher Betäubung durchgeführt, um den Eltern ein Geburtserlebnis zu ermöglichen. Entweder kommt die Spinalanästhesie oder die Periduralanästhesie zur Anwendung. Bei örtlichen Betäubungsverfahren können die Väter mit in den Operationssaal, um die Mutter zu unterstützen und die Kaiserschnittentbindung mitzuerleben. Auf Wunsch werden auch Vollnarkosen durchgeführt.
Notfallkaiserschnitte:
Werden in der Regel in Vollnarkose durchgeführt.
