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Aktuelles

Anästhesie: Neuer Chefarzt in Klinik St. Hedwig
Dr. Frank Pohl nun verdienter Nachfolger von Dr. Bernhard Frank
Regensburg (22. November 2007). Dr. Frank Pohl ist seit 1. November neuer Chefarzt der Anästhesie an der Klinik St. Hedwig des Krankenhauses Barmherzige Brüder. Provinzial Frater Emerich Steigerwald, Provinzökonom Frater Benedikt Hau und Gesamtleiter Dr. Hans-Peter Siedhoff stellten den 40-jährigen Anästhesisten am 14.11. den Mitarbeitern des Hauses vor. Dr. Pohl, ein gebürtiger Bremer, arbeitete bislang als anästhesiologischer Oberarzt an der Klinik St. Hedwig unter der Leitung des ehemaligen Chefarztes Dr. Bernhard Frank. Gesamtleiter Dr. Siedhoff freute sich, Dr. Pohl für die neue Aufgabe gewinnen zu können: „Dr. Pohl ist bestens mit den Abläufen des Hauses vertraut und stellt einen bestens geeignete Nachfolger für Dr. Frank dar.“
Dr. Frank Pohl erlangte seine medizinische Ausbildung an der Freien Universität Berlin. Seine klinische Tätigkeit absolvierte er im Universitätsklinikum Rudolf Virchow in Berlin, am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg und am Klinikum Landshut. Im Jahre 2002 kam er nach Regensburg an die Abteilung für Anästhesie in der Hedwigsklinik. Er besitzt die Zusatzbezeichnungen Intensivmedizin und Notfallmedizin.
Für den neuen Chefarzt, der ein großes Patientenspektrum vom Frühgeborenen bis zur erwachsenen Frau betreut, steht die individuelle Versorgung der Patienten an erster Stelle: „Als Chefarzt der Klinik für Anästhesie will ich auch wie bisher durch Qualität, Kontinuität und Zuverlässigkeit überzeugen. Wir passen unsere Anästhesie sowohl an unsere kleinen als auch erwachsenen Patienten an. Während es für die Kleinsten beispielsweise eine betäubende „Zaubersalbe“ gibt, können unsere gynäkologischen und geburtshilflichen Patientinnen individuell abgestimmt mit allen modernen in Frage kommenden Narkoseformen betäubt werden.“
Zur Erleichterung des Wehenschmerzes führt das Team von Dr. Pohl beispielsweise die Periduralanästhesie (PDA) durch. Dabei wird ein Medikament zur örtlichen Betäubung rückenmarksnah eingespritzt. Dies führt zur Ausschaltung der schmerzleitenden Nerven, die zum Rückenmark ziehen. Dadurch vermindert sich bei der Gebärenden deutlich der starke Wehenschmerz. Über eine computergesteuerte Pumpe kann die Schwangere ihr Schmerzmittel nach Bedarf selbst dosieren. Außerdem begünstigt die Entspannung der Mutter den Geburtsverlauf. Jährlich werden etwa 700 Periduralanästhesien in der Geburtshilfe durchgeführt . Auch bei Kindern kommt häufig zusätzlich zur Vollnarkose ein örtliches Betäubungsverfahren zum Einsatz. Dadurch wird nach der Operation eine optimale Schmerztherapie möglich.

Zusammenarbeit mit Bozen/Südtirol

In Zusammenarbeit mit dem Amt zur Ausbildung von Gesundheitspersonal der autonomen Provinz Bozen/Südtirol koordiniert die Anästhesieabteilung der Klinik St. Hedwig die Ausbildung von angehenden Fachärzten in der Kinderanästhesie und der geburtshilflichen Anästhesie, aber auch von anderen Fachgebieten wie z.B. der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Kinderanästhesiekolloquium

Zu aktuellen Themen aus der Kinderanästhesie findet einmal jährlich für interessierte niedergelassene Ärzte und Krankenhausärzte ein Kolloquium statt. Termin ist immer am vorletzten Samstag vor Beginn der Sommerferien in Bayern. Info unter Tel.: 0941/369-95026

Repräsentation in Fachgremien

Der Chefarzt und der leitende Oberarzt der Abteilung sind langjährige Mitglieder des wissenschaftlichen Arbeitskreises der Kinderanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Beide sind Gründungsmitglieder des Rettungszentrums Regensburg (RZR). Die Anästhesieabteilung der Klinik St Hedwig entsendet zu zahlreichen nationalen Kongressen Mitarbeiter der Abteilung als Referenten für den Bereich Kinderanästhesie. Die Abteilung führt Studien und Forschungsvorhaben durch und betreut in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Anästhesiologie der Universität Regensburg auch Doktoranden. Gastarzttätigkeiten und Hospitationen sind jederzeit nach Anmeldung möglich.